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Innovative Werkstoffe bieten neue Möglichkeiten bei der Anwendung des 3D-Drucks

Welche Branchen werden am meisten davon profitieren?

Innovative materials offer new possibilities in 3D printing

Die Technologie des 3D-Drucks kennen Sie gewiss bereits gut. Dank dem erschwinglichen Preis sowie der einfachen Bedienung wird diese handliche Technologie immer häufiger sowohl durch größere Firmen, als auch kleinere Verbraucher genutzt. Sie ermöglicht nicht nur eine schnellere und preisgünstigere, sondern auch maßgeschneiderte Produktion. Es gibt gleich mehrere Methoden des 3D-Drucks, zurzeit wird jedoch am häufigsten die FDM-Technik, beziehungsweise fused deposition modeling benutzt, bei der das Produkt mithilfe der allmählichen Auftragung von Schichten des geschmolzenen Produktionsmaterials entsteht. Mit diesem Verfahren entstehen bereits seit mehreren Jahren verschiedene Kunststoffgegenstände, die in zahlreichen Branchen Anwendung finden.

Dank der unermüdlichen Forschung und Entwicklung kann die Technologie des 3D-Drucks in der nahen Zukunft ein effizientes Produktionsverfahren im Bereich der Polymerprodukte und Modelle bieten, die eine präzise Formgenauigkeit der Produkte, vor allem für die Anwendung im Bereich der Medizin, erfordern. Und genau daran arbeitet man heute im Polymer Institute Brno, das sich in Zusammenarbeit mit Unipetrol RPA s.r.o. an der Material- und Technologieentwicklung auf diesem Gebiet beteiligt. Das Ziel ihres Projekts ist, die bestehenden kommerziell verfügbaren Werkstoffe zu erneuern und somit die optimale Nutzung der progressiven Möglichkeiten der modernen 3D-Drucker zu gewährleisten.

„Die Innovation der verwendeten Werkstoffe öffnet Möglichkeiten neuer Applikationen und ermöglicht uns, die bisher nicht angewendeten Funktionen dieser Technologie zu nutzen,“ sagt Pavel Huljak, Entwicklungsexperte des Polymer Institute Brno.

Werkstoffe, wie PP (Polypropylen), PLA (Polyalkyd) bzw. PHA (Polyhydroxyalkanoate) bieten Möglichkeit der Additivierung mit anorganischen Füllstoffen, Pulvern, Fasern und Farbmitteln. Durch die Additivierung können zum Beispiel visuell attraktive 3D-Modelle mit Phosphoreszenzfähigkeit ggf. mit Perlmuttglanz hergestellt werden. Es besteht auch die Möglichkeit, den 3D-Polymerausdruck mit Holzmehl bzw. mit Metallpulver gefüllt herzustellen, der nach dem Polieren das Aussehen eines Holz- ggf. Metallprodukts erhält.  Potentiell können auch kleine Bestandteile für Kondensatoren und elektronische Einrichtungen hergestellt werden, die elektro-leitfähigen Ruß enthalten, der elektrostatische Ladung ableitet.  Für die Zukunft öffnen sich sogar Möglichkeiten für die Herstellung polymerer und bioabbaubarer Scaffolds mit einer großen inneren Porosität für das Gewebeengineering, Medikamententräger ggf. Zahnimplantate.