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Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur

Die Emissionslimits für die Verbrennungsmotoren werden immer strenger. Zusammen mit den begrenzten Vorräten der nutzbaren Bodenschätze führt diese Tatsache zur Suche nach alternativen Kraftstoffen. Das Ziel ist, die Produktion der Schmutzstoffe zu senken und somit die Auswirkungen auf die Umwelt zu vermindern. In den letzten Jahren begegnen wir zwar einem steigenden Angebot an klassischen Elektromobilen, viele Fachleute behaupten jedoch, dass es sich nur um eine Zwischenstation zu effizienteren Technologien handelt. Große Automobilhersteller sehen die Zukunft in Wasserstoff.

Hydrogen Infrastructure Development

Automobile mit Wasserstoffantrieb sind nichts Neues, man hat mit ihnen bereits im vergangenen Jahrzehnt experimentiert. Es sind Elektromobile, zum Unterschied vom klassischen E-Mobil mit Batterie speichern Sie jedoch die Energie nicht in Lithium-Ionen-Akkumulatoren. Die elektrische Energie aus Wasserstoff wird mithilfe einer im Tank des Automobils eingebauten Brennstoffzelle erzeugt.

Was hindert also den „Wasserstoff“ an der Übernahme der Hauptrolle unter den Automobilantrieben? Die zu lösenden Hauptprobleme waren die Erzeugung selbst, der Vertrieb des Stoffs und die komplexe Infrastruktur. Es ist aber alles auf einem guten Wege.  

In der Tschechischen Republik sind Sie wahrscheinlich noch nicht vielen Wasserstofffahrzeugen begegnet. Der Grund dafür ist, dass es hier bisher nur eine einzige nichtöffentliche Firmentankstelle gibt. Das sollte sich jedoch zeitnah ändern. In Tschechien sollten bis 2023 bis weitere acht neue Wasserstofftankstellen entstehen. Bis 2025 sollten insgesamt zwölf funktionieren. Die Erhöhung der Zahl der Wasserstofftankstellen unterstützt auch das Verkehrsministerium, das bis 1.2 Milliarden Kronen für deren Bau „flüssig machen“ wird.

Mit der steigenden Zahl der Wasserstofftankstellen in Europa und weltweit sinkt der Preis für deren Bau. Indem der Bau der ersten Wasserstofftankstelle in Deutschland 2,5 Mio. Euro gekostet hat, kann zurzeit eine ähnliche Tankstelle für 0,8 bis 1 Mio. Euro angeschafft werden. Aktuell gibt es auf dem deutschen Gebiet mehr als 30 Wasserstofftankstellen. In Europa fahren mittlerweile etwa ein tausend PKW mit Wasserstoffantrieb und mehrere Zehn Wasserstoffbusse.

Obwohl eine wesentlich kleinere Zahl der Wasserstoffautos, als der klassischen Elektromobile mit Akkumulatoren verkauft werden, investieren die Automobilwerke in ihre Entwicklung erhebliche Beträge. „Einer von den Gründen, warum die Automobilwerke weltweit so etwas tun, ist, dass sie „den Finger auf dem“ Abzug haben wollen,“ sagt Jack Nerad, Analytiker der Gesellschaft Kelley Blue Book. Die Automobilhersteller wollen vorbereitet sein, falls es zu einer plötzlichen Änderung kommen sollte. Die Zahl der neu hergestellten Wasserstofffahrzeuge könnte schneller steigen, falls sich die Automobilwerke mit den Regierungen und Energieherstellern verbünden würden.

Unipetrol betrachtet Wasserstoff als den Kraftstoff der Zukunft und plant eine Steigerung dessen Produktion sowie dessen Verfügbarkeit für den herkömmlichen Benutzer. Heutzutage werden mehr als 90 % Wasserstoff aus Kohlenwasserstoffen hergestellt, es bieten sich jedoch auch andere Quellen an. Wir bei Unipetrol forschen zum Beispiel im Bereich der Erzeugung des sogenannten „grünen“ Wasserstoffs mit dem Prozess der Wasserelektrolyse. Der derartig erzeugte Wasserstoff wird als der umweltfreundlichste Kraftstoff auf dem Markt betrachtet.

„....Wir arbeiten auch an der Vorbereitung der Installation der ersten Wasserstoff-Zapfsäulen. Diese werden wir an unseren Tankstellen in Litvínov, Prag und Brünn in Betrieb setzen,“ sagte Marek Zouvala, Direktor der Tankstellen Benzina.

Was bedeutet das also? Die Entwicklung der funktionsfähigen und verbreiteten Wasserstoffinfrastruktur bietet einen inspirativen Blick in die Zukunft, in der wir weiterhin in der Lage sein werden, mit PKWs zu reisen und dabei unseren Planeten nicht zu belasten.