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Energieverbrauch vs. Pyrolyse. Wettbewerbsprioritäten für eine nachhaltige Entwicklung

Nur Thermoplaste können durch mechanisches Recycling verarbeitet werden. Darüber hinaus muss das zu recycelnde Material sauber sein und aus nur einem Polymertyp bestehen. Nur ein kleiner Teil des Plastikabfalls erfüllt diese relativ hohen Anforderungen, und deshalb recyceln wir heute rund 30% des sortierten Plastikabfalls. Den Rest schicken wir auf Mülldeponien oder zur Energieverarbeitung entweder an Müllverbrennungsanlagen oder als sogenannte feste alternative Brennstoffe (CDR) an Zementwerke. Die Pyrolyse scheint eine der vielversprechenden Ergänzungen zu den derzeitigen Recyclingtechnologien zu sein. Kann Pyrolyse ein besserer und umweltfreundlicherer Prozess als die Energierückgewinnung sein?

Energetické využití vs. pyrolýza. Konkurenční priority udržitelného rozvoje

Vergleich der Emissionen

Wie schneidet die Pyrolyse im Vergleich zur herkömmlichen Energierückgewinnung ab?

Eine Studie der Sphera Solutions GmbH „Evaluation of pyrolysis with LCA – 3 case studies“ besagt, dass bei der Verarbeitung von 1000 kg Kunststoffabfällen durch Pyrolyse 1162 kg CO2-Äquivalent entsteht. Die Analyse zeigt, dass bei der Umwandlung von Abfällen in Pyrolyseöl 66% des CO2 und bei der Ölreinigung 9% des CO2 entstehen. Die restlichen 26% des CO2 werden im Zusammenhang mit der Sammlung, Sortierung, Sortierung und dem Transport von Abfällen erzeugt.

Die getesteten Verbrennungstechnologien (Müllverbrennungsanlagen oder Verfahren mit CDR) produzieren etwa 2990 kg CO2-Äquivalent, d.h. fast dreimal mehr. 93% der Emissionen sind auf den Verbrennungsprozess und nur 7% auf das Sammeln, Sortieren, Sortieren und Transportieren von Kunststoffabfällen zurückzuführen.

Pyrolyse ein Freund der Kreislaufwirtschaft

Durch den Pyrolyseprozess, eine der möglichen Methoden des chemischen Recyclings, können selbst schmutzige, auf den ersten Blick unbrauchbar gemachte Kunststoffabfälle wieder in Umlauf gebracht werden. Indem wir die Energie des Materials nutzen, erhalten wir die darin enthaltene Energie, aber nichts weiter. Darüber hinaus setzt ihre Verbrennung eine erhebliche Menge an CO2-Emissionen in die Atmosphäre frei. Pyrolyseprodukte hingegen ermöglichen die Entstehung neuer Kunststoffe in der gleichen Qualität wie Produkte aus Primärquellen.

Und der Gewinner ist…

Bei der Energieverarbeitung in Verbrennungsanlagen wird der hohe Heizwert von Kunststoffen genutzt und in Form von Wärmeenergie zurück in den Kreislauf geführt.

Durch den Pyrolyseprozess wird nützliches Material von Primärqualität wieder in Umlauf gebracht, das im Vergleich zu Verbrennungstechnologien fast nur ein Drittel der Emissionen verursacht.

Die Energieverarbeitung hat und wird immer eine Rolle spielen, aber eine Zukunft, die sich das Modell der Kreislaufwirtschaft und die Erhaltung natürlicher Ressourcen als Ziel festlegt, wird Recyclingprozessen ebenso wie der Pyrolyse immer Vorrang einräumen.