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Werden die Tankstellen bei der grünen Welle mitfahren?

Am Dienstag, den 8. Oktober versammelten sich im Kongresszentrum des Aquapalace Hotels Eigentümer, Betreiber sowie Mieter der Tankstellen bei Gelegenheit des achten Jahrgangs des Kongresses „Čerpačka“, der sich das Ziel setzt, aktuelle Themen zu lösen, die die Welt der Tankstellen bewegen. Auch dieses Mal war es nicht anders, nachdem sich der Kongress unter dem Motto „Tankstellen auf der grünen Welle?“ vor allem auf die Senkung der Emissionen und die Zukunft der alternativen Kraftstoffe konzentrierte.

Will fuel stations ride the Green Wave?

Nach dem Geleitwort der Organisatoren und der Gesellschaft Unipetrol, des goldenen Partners der Aktion, nahm sich des ersten Vortrags Petr Mára an, der bekannte Youtuber, Ambassador neuer Technologien und Fahrer des Elektroautos Tesla Modell 3. Sein Vortrag bot die Gelegenheit, in die Welt der Elektromobilität aus Sicht des Benutzers eines mit Batterie angetriebenen Wagens und potentiellen Kunden der Tankstelle, Einsicht zu nehmen. Obwohl Mára anerkennt, dass sich der Trend der Elektromobile stets am Anfang der Trendkurve bewegt, glaubt er daran, dass der Aufschwung der elektrischen Mobilität auch weiterhin mit einem exponentiellen Tempo fortsetzen wird. Sein Rat für die Eigentümer der Tankstellen lautet deshalb, die Investition in die Ladestation in Erwägung zu ziehen und über die Möglichkeiten nachzudenken, wie man die künftigen Elektromobilisten zum Beispiel mit der Bedienung sowie Qualität der angebotenen Ware ködern könnte. Seiner Ansicht nach werden nämlich die Tankstellen der Zukunft vor allem als gemütliche Wartebereiche für die “tankenden“ Elektromobilisten Erfolg ernten.

Wird aber die Zukunft der Elektromobilität unbedingt vom Aufladen der Batterie abhängig sein? Auch mit dieser Frage befasste sich die vom Präsidenten der eMobilität in der Firma Sygic, Petr Füzek, moderierte Paneldiskussion „Kraftstoffe der Zukunft“. Unter den Panelisten fehlte auch der Direktor des Forschungszentrums UniCRE, Jiří Hájek nicht, der Mára beipflichtet, dass der unaufhaltbare Trend der e-Mobilität die Welt der Tankstellen grundsätzlich verändern wird. Seiner Meinung nach wird es aber eine etwas andere Form haben.

„Wir werden den Weg der Erhaltung des Elektrons in der einfachsten Form - in der Form eines Wasserstoffmoleküls - gehen. Das Wasserstoffmolekül besteht aus dem Elektron und dem Wasserstoffproton. In der Kraftstoffzelle wird das Molekül gespalten und das Elektron liefert Energie für den Antrieb des Wagens“, erklärt Hájek seinen Vorblick auf die Zukunft der Elektromobilität, die auf der Wasserstoff-Kraftstoffzelle beruht.

„Wasserstoff haben wir und ich glaube daran, dass wir mit der Zeit auch genügend Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen produzieren werden. Das was uns heute fehlt, ist Distribution und Infrastruktur,“ ergänzte Hájek und schilderte die Pläne der Firma Unipetrol im Hinblick auf das Einführen der Wasserstoffinfrastruktur in der Tschechischen Republik, beginnend mit dem Aufbau zweier öffentlichen Tankstellen.

Die Diskussion befasste sich auch mit einigen anderen Möglichkeiten der alternativen Kraftstoffe, vor allem LPG und CNG. Alle Panelisten einigten sich jedoch darauf, dass diese bereits erprobten Wege eher im Schatten der Vergangenheit bleiben werden. Die größte Aufmerksamkeit erweckten Fahrzeuge mit Batterie und Wasserstoffantrieb. Obwohl geringe Diskrepanzen im Hinblick auf die bestgeeigneten Applikationen sowie das Szenario für die gegebene Technologie entstanden, in gewissen Sachen war der Konsensus klar. Der Übergang von klassischen Kraftstoffen auf alternative wird nach und nach erfolgen und wird Kooperation der Automobilwerke, Energieerzeuger, Tankstellen sowie der Regierung erfordern. Die Bewegung in Richtung der sauberen Mobilität hat zwar bereit angefangen, dessen ungeachtet wird es noch Jahre dauern, bis man erhebliche Änderungen sehen wird.

Eins ist aber klar - obwohl der Übergang zur wirklich sauberen Mobilität noch einige Jahre dauern wird, die Zeit für die Tankstellen, die grüne Welle zu ergreifen, ist bereits gekommen.