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Revolution in der Modebranche: 3D-Druck von Schuhen und Bekleidung

Die Welt verändert sich mit einer Geschwindigkeit, dass wir es mitunter kaum noch schaffen, alle diese Veränderungen bewusst mitzuverfolgen. Neue Technologien bereichern unser Leben nicht nur um neue Erlebnisse, sondern halten auch Dinge für uns bereit, die uns das Leben erleichtern oder es uns verschönern. Und was erst, wenn sich beide Varianten miteinander verbinden…

Modedesigner geben für 3D-Druck grünes Licht

Die ersten gedruckten 3D-Kleider wurden von Modemachern auf der Pariser Modewoche vorgestellt. Die allerersten waren für die Models zugegebenermaßen nicht gerade angenehm, aber dann erschien Danit Peleg auf der Bühne, die ein flexibles Kautschukmaterial namens FilaFlex dabeihatte, das die Kurven des Körpers in vollendeter Weise umspannt. Mit Pelegs Technologie kann man heute nicht nur Kleider, sondern auch stylische Schuhe und Sonnenbrillen ausdrucken.

Fashion Revolution: 3D printing shoes and clothing
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3D-gedrucke Schuhe als Lebensstil

Dank der 3D-Drucktechnologie kann man heute Schuhe ausdrucken, die den Ansprüchen ihrer Träger nicht nur in Bezug auf Bequemlichkeit, sondern auch auf Design genügen. Der Kunde kann Farbe und Motiv mit tollen Mustern auswählen. Erhältlich sind auch Sportschuhe, elegante Schuhe und Schuhe mit Absätzen. Der 3D-Druck wird sich auch Freunde unter den Joggern und anderen Turnschuhträgern machen, denn für diese können nun Schuhe gefertigt werden, die direkt an ihre Füße angepasst wurden. Die französischen Designer sind noch einen Schritt weiter gegangen und bieten kreativen Frauen nun die Möglichkeit, sich selbst eine dekorativen „Verpackung“ für ihre Absätze zu entwerfen. Sie müssen ihre alten Schuhe also nicht gleich wegschmeißen. Stattdessen können Sie Ihnen einen neuen und vor allem originellen Look verpassen. Aussuchen kann man nicht nur das Design, sondern auch die Höhe des Absatzes sowie die Farbe. Kreative Zeitgenossen werden die Möglichkeit zu schätzen wissen, eine eigene Aufschrift oder Verzierungen anbringen zu können.

Auch hierzulande war man nicht müßig. So entwarf etwa die tschechische Designerin Pavla Podsedníková eine originelle Kollektion von 3D-gedruckten Schuhen, der sie den Namen Instant Shoe gab. Sie verwendet nicht nur die 3D-Drucktechnologie, sondern auch Karbonfasern und Vakuumformung. Schuhe aus ihrer Kollektion besitzt auch schon die für ihre Extravaganzen berühmte Sängerin Lady Gaga.

Wie die Sache funktioniert

Wollen auch Sie sich 3D-gedruckte Schuhe beschaffen, müssen Sie die App für 3D-Fußscan herunterladen. Mit der erhalten Sie ein Modell in 3D. Anschließend suchen Sie sich ganz einfach eines der von der betreffenden Firma angebotenen Muster aus und warten, bis Ihnen die Schuhe zugeschickt werden.

Eine breite Platte an weiteren Anwendungsmöglichkeiten

Der 3D-Druck hat Umwälzungen nicht nur in der Modebranche, sondern auch in anderen Bereichen zur Folge. Dank der 3D-Technologie kann man beispielsweise auch Roboterprothesen für gesundheitlich beeinträchtigte Menschen, Flugzeugkomponenten, selbstfahrende Autos und Musikinstrumente drucken. 

Kommerziell verfügbare Materialien für den 3D-Druck gründen auf der ABS-Basis (Akrylnitril-Butadien-Styren), PLA (Polylactid), PET-G (Polyethylenterephthalat - Glykol), PP (Polypropylen), HIPS (hochschlagfestes Polystyrol) und spezielle Polymere wie Copolyester PLA und PHA (Polyhydroxyalkanoate) und Flexfill. Alle diese Materialien bieten zudem die Möglichkeit einer Additivierung mit anorganischen Füllstoffen, Pulver, Fasern und Farbstoffen.

Mit anderen Worten: Die Menge der möglichen Anwendungen des 3D-Drucks ist riesig. Der 3D-Druck öffnet so in der Tat das Tor zu einer buchstäblich maßgeschneiderten Zukunft.